Ein neues Jahr
Hallo Freundinnen und Freunde
des pommerschen Kreises Greifenhagen!

Ein neues Jahr nimmt seinen Lauf.
Die junge Sonne steigt herauf.
Bald schmilzt der Schnee, bald taut das Eis.
Bald schwillt die Knospe schon am Reis.
Bald werden die Wiesen voll Blumen sein,
die Äcker voll Korn, die Hügel voll Wein.
Und so vergeht Jahr für Jahr!
Die Natur schenkt uns immer ihren wiederkehrenden Lauf.
Wir Menschen hoffen jedes Jahr auf Erfüllung besonderer Wünsche und haben vieles vor.
Unser große deutsche Dichter und Denker, Johann Wolfgang von Goethe, sagt:
„ Ein guter Vorsatz scheint im Anfang toll.
Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.“
Ja, liebe Besucher unserer Homepage, das haben wir sicher alle schon durchlebt.
Und was haben wir uns schon alles für ein „Neues Jahr“ vorgenommen, - und fragen uns später,
was ist daraus geworden.
Wenn uns das Glück hold war, wenn wir genau wußten, was wir wollten, um es zu erreichen,
na ja, dann haben wir mit zielstrebigem Bemühen in einer oder der anderen Sache auch Erfolge
und Freude verbuchen können.
Das neue Jahr 2009 beschert uns Probleme, die uns Pommern aus dem Kreis Greifenhagen,
wie Sie sehen werden, schon lange begleiten.
Ein altes deutsches Sprichwort sagt: „Der erste Schritt zur Lösung eines Problems ist, es
jemanden zu erzählen“. Also, erzähle ich Ihnen unser Problem und hoffe, Sie können zur
Lösung beitragen.
Noch in der gegenwärtigen Wiedergabe der Geschichte, wenn von Flucht und Vertreibung der
Menschen aus dem deutschen Osten, nach dem unseligen Ende des 2.Weltkrieges, gesprochen
wird, hören wir die Definitionen von der „Erlebnisgeneration und Zeitzeugen“.
Aber wie lange können wir diese Menschen noch hören? Können ihren erlebten und wahren
Berichten und Erzählungen noch zuhören? Ja wie lange noch?
Wir müssen uns klar werden, mit den Menschen gehen Zeitalter, Wissen und Überzeugungen zu
Grabe. Werte, Echtheit, Wahrheit und Gehalt, denen wir in Raum und Zeit ausgesetzt sind,
können verloren gehen. Ja, wenn nicht wir, die nachfolgenden Generationen, in ihre Fußstapfen
treten.
Und, da haben wir unser Problem !!!
Wo sind die Menschen, die uns helfen die Lücken zu schließen, die täglich durch den Tod aufreißen?
Wo finden wir jüngere Frauen und Männer, die die Arbeit der vorangegangenen Generationen
fortführen? In unserem Falle, das geschichtliche Kulturerbe Pommerns, insbesondere des
Kreises Greifenhagen, im Sinne und Geiste unserer Eltern und Großeltern weiterführen.
Ich denke, dieses Forum „Internet“ ist ein guter Platz, um Landleute anzusprechen, die sich
für „Familie, Ort, Geschichte und Kultur“ interessieren, - so habe ich es jedenfalls schon erfahren. Ich weiß, daß das Individuelle wohl Vorrang hat, aber Freunde/Innen, das gesamte Bild unserer
pommersche Heimat ist des Studierens wert.
Ich spreche mal Worte anderer aus, die ich aber für richtig in Bezug auf Liebe und Treue zur Heimat halte.
„Ostdeutsches Kulturerbe ist unverzichtbarer Teil deutscher Kultur, nun für eine Zeit getrennt
von den Räumen seines Entstehens, darf es nicht untergehen. Es muß ein lebendiger Born bleiben für Kräfte, die die Zukunft Europas gestalten. Denn aus diesem ostdeutschen Kulturerbe können die Pfeiler der Brücke nach dem Osten errichtet werden.
Darum, gilt es die Vielfalt der ostdeutschen Kultur zu erhalten, die ihre Wurzel in der
unverwechselbaren Eigenart aller deutschen Stämme hat. Erst wenn der Reichtum des gesamten deutschen Kulturerbes wieder in das Bewußtsein des deutschen Volkes gerückt ist, kann es in der Kulturentwicklung fruchtbar wirken“.
„Die Brücke nach dem Osten“ ? !, --- Sogleich nach dem Öffnen der Grenzen nach Pommern, hat
der Heimatkreis Greifenhagen Verständigung und Versöhnung aktiv in Angriff genommen. Am 11.11.1996 wurde mit den polnischen Verantwortliches des ehemaligen Kreises Greifenhagen ein „Partner-und Freundschaftsvertrag“ geschlossen. (siehe Website Partner)
Diese Brücke nach Osten, über die Oder hinweg, hat vier Pfeiler:
…den Heimatkreis Greifenhagen/Pommern (1948)
…die Patenträger Landkreis Osnabrück (1958) und die Stadt Bersenbrück (1964)
…die westlich der Oder wohnenden Kreis Greifenhagener, früher Kreis Randow
…die polnischen Bewohner des ehemaligen Kreises Greifenhagen
„Bald werden die Wiesen voller Blumen sein,
die Äcker voll Korn, die Hügel voll Wein.“
Und ich wünsche mir einen Strauß voller „Zustimmung und Bereitschaft“.
Ihr Günther Drewitz
Lübeck, den 22. Januar 2009
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