Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

 

 

 

 

Bei der Jubiläumsfeier

„60 Jahre Patenschaft Landkreis Bersenbrück/Osnabrück mit dem Heimatkreis Greifenhagen“

wurde auch der Toten gedacht

 

Nach der eindrucksvollen Jubiläumsfeier „60 Jahre Patenschaft Landkreis Bersenbrück/Osnabrück mit dem Heimatkreis Greifenhagen“ im Rathaus der Samtgemeinde Bersenbrück, dem früheren Kreishaus, wurde am Gedenkstein am Rathaus auch der Toten gedacht. Musikalisch umrahmt wurde das Gedenken durch die Blaskapelle Priggenhagen, Fahnenabordnungen des Schützenvereins Bersenbrück von 1850, eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Bersenbrück und Vertreter der mit der Patenschaft verbundenen Vereine waren zugegen. Glocken der Nikolai-Kirche Greifenhagen erklangen zum Gedenken an die Toten der Heimat.
Gedenkworte sprach der Vorsitzende des Heimatkreis-Ausschusses Greifenhagen, Eckhard Schwenk. „Seit nunmehr 60 Jahren gedenken wir unserer Toten in Bersenbrück. Bei unseren Patenschaftstreffen, jeweils im Abstand von zwei Jahren, stehen wir voller Wehmut an diesem Gedenkstein, der hier 1964 aufgestellt, zum dauernden Angedenken für alle in pommerscher Erde ruhenden Vorfahren, für die bei Flucht und Vertreibung umgekommenen, aber auch für die danach in der Fremde zu Grabe getragenen Landsleute steht. Doch durch unsere Bersenbrücker – Osnabrücker Patenschaft haben wir eine Art heimische Kultur mit unseren Paten und Freunden vor Ort erfahren, die sich nach jeder Versammlung vor dem Greifenhagener Gedenkstein wie ein familiärer Beistand erweist. Wir wissen, dass diese Einstellung zur Patenschaft in Bersenbrück an ihre nachwachsenden Generationen weiter vermittelt wird.“
Für die Bersenbrücker sprach die Schülerin Hannah Klütsch Gedenkworte mit Überlegungen zur Entstehung der Patenschaft. „Eine Patenschaft ist eine große Verantwortung. So wie man sie als Taufpate übernimmt, nämlich auch dann, wenn den Eltern des Kindes etwas zustößt oder Schlimmes widerfährt, verpflichtet sich der Pate, dieses Kind in seine Obhut zu nehmen.“ An die Heimatvertriebenen gerichtet sagte die Schülerin weiter: „Ihnen wurde auch etwas genommen, was einen ewigen seelischen Schmerz hinterlässt, nämlich die Heimat.“ Die Fragen nach dem Schicksal der Angehörigen aus der Heimat Greifenhagen müssten beantwortet werden, man müsse sich finden, um zu reden, um sich auszutauschen und zu erinnern, dafür wurde die Patenschaft gegründet. Im Hinblick auf die junge Generation sagte sie: „Kinder lernen nicht Geschichte durch das Betrachten von Gedenksteinen aus kaltem Sandstein, nein – sondern durch warmherzige Geschichten und Erzählungen.“

hkgh Gedenkstein Greifenhagen  hkgh 02 027  hkgh Stein Pommerneiche

Unter den Klängen der Blaskapelle legten dann Eckhard Schwenk, Bürgermeister Christian Klütsch und Günther Drewitz Kränze am Gedenkstein nieder und ehrten die Toten.

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 Fotos: Franz Buitmann

 

 

 

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