Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Gornow

 

hkgh gornow kircheAmtsgericht und Post Bahn, Finanzamt Greifenhagen, Amtsbezirk und Standesamt Wildenbruch, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Im Westen und Osten ist das Gemeindegebiet von dem Wildenbrucher Forst eingerahmt. Das Gebiet kann nicht mehr von den guten Bodenqualitäten des Bahner Hochlandes profitieren, doch sind sie hier noch deutlich über dem Kreisdurchschnitt. Das Gemeindegebiet liegt überwiegend zwischen 95 und 115 m hoch, lediglich an den Randgebieten fällt es leicht ab und hier sind dann auch die natürlichen Grünlandgebiete. Auf 90 m Höhe finden wir den 5,65 ha großen Paddensee und südöstlich davon den 3,4 ha großen Laddensee. Beides sind abflusslose Gewässer. In der Markgrafenzeit wurden Alleen angelegt. Von Gornow nach Wildenbruch führte eine Lindenallee und in Richtung Neuendorf eine Birkenallee.

Geschichte:

Vermutlich stammt der Dorfname Gornow vom wendischen gora = Berg ab. Auch der nahe gelegene Göhrensee soll die gleiche Namensherkunft haben. Namensgeber ist dann wohl der Burgwall der zwischen beiden kräftig in die Höhe strebt. Bei der Schenkung des Landes Bahn 1234 durch den Pommernherzog Barnim I. an den Templerorden gehörte Gornow dazu. Es muss damals auch besiedelt worden sein, denn die Siedlungsform eines Straßendorfes ist eindeutig bis heute erhalten. Auch steht hier die Kirche neben der Dorfstraße und nicht auf einem Anger, um den die geteilte Dorfstraße führt. Der Lokator ist unbekannt und wir wissen auch nicht, warum Gornow kein gut besaß. Offensichtlich hat Gornow den Dreißigjährigen Krieg besser überstanden wie die meisten Orte im Kreisgebiet. Jedenfalls werden 1657 in Gornow ein Freischulzenhof, fünf Bauern, zwei Kossäten und drei Freileute namentlich genannt. Doch wenn auch die meisten Höfe besetzt waren, spurlos ist der Krieg auch hier nicht vorbei gezogen, denn 1665 wird gemeldet, dass von den 8 Landhufen in Gornow nur 4 bewirtschaftet werden. Nach der schwierigen schwedischen Zeit, die Schweden beuten das Land nur aus, von einer Entwicklung kann keine Rede sein, folgt die Markgrafenzeit. diese Zeit ist eine sehr gute Zeit für das Bauerntum, mag sonst auch fast nichts in Ordnung sein. Der Hof des Freischulzen ist kleiner geworden. Inzwischen gibt es aber 10 Bauern in Gornow und vier Kossäten werden genannt. Gegen Ende der Markgrafenzeit werden in Gornow gezählt: 14 Bauern (die Kossäten wurden Bauern), zwei Freileute und der Schulmeister Schrader.

Statistische Daten:

Höhenlage:

 

um 95 - 100 m über NN.

Zahl der Haushaltungen:

 

49

Einwohner:

 

221

- davon männlich

 

109

- davon unter 6 Jahren

 

24

- davon 6 - 14 Jahre

 

35

- davon 14 - 65 Jahre

 

139

- davon über 65 Jahre

 

23

nach der Tätigkeit zugehörig zu

   

- Land- und Forstwirtschaft

 

153

- Industrie und Handwerk

 

41

- Handel und Verkehr

 

5

nach der Stellung im Beruf

   

- Selbständige

 

52

- mithelfende Familienangehörige

 

47

- Beamte und Angestellte

 

3

- Arbeiter

 

100

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen

   

- 0,5 ha - 5,0 ha

 

4

- 5,0 ha - 10,0 ha

 

1

- 10,0 ha - 20,0 ha

 

70

- 20,0 ha - 100,0 ha

 

14

- über 100,0 ha

 

0

Gemeindefläche in Hektar

 

553

Gemeinde-Hektarsatz in DM

 

930

Kirche:

Die Findlingskirche hat einen vorgesetzten Turm mit Umgang, Filialtürmchen und achteckiger Spitze. Langhaus und Turmunterbau sind verputzt, der obere Teil ist aus Backsteinen ungewöhnlich großen Formats. Die Kirche wurde um 1890 vollständig umgebaut.

Gewerbe:

In dem reinen Bauerndorf waren die wichtigsten Handwerker, wie Zimmermann, Dachdecker, Maurer, Schmidt und Schneider vorhanden. Gewerbebetriebe gab es nicht, auch keine Mühle

Bauten:

keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")


→A.2 Berghaus
→A.3 Breitsprecher
→A.5 Brüggemann
- Wolfram Daniel "Ein Dorf ging unter" in Die Pommersche Zeitung, 1959

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