Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Hofdamm

 

hkgh gut hofdamm(mit Geiblershof)

Amtsgericht und Finanzamt Greifenhagen, Post Neumark, Amtsbezirk und Standesamt Kolbatz, Schule in Geiblershof.

Lage:

Das Gemeindegebiet grenzt direkt an den Seelowersee und die Madanzigwiesen und war während der Anstauphase des Madüsees teilweise überflutet. Das westliche Gemeindegebiet gehört zu der Grundmoränenlandschaft um Neumark und Kolbatz, hat aber nicht deren Bodenqualität und ist sehr waldarm. Die höchste Erhebung hat bereits 49 m.

Geschichte:

Hofdamm ist ein Gut, die landwirtschaftlichen Betriebe stehen in Geiblershof. Hofdamm gehörte bei der Klosterstiftung von Kolbatz noch nicht dazu, sondern wurde erst bei der Gebietsabgrenzung in den Jahren 1220 bis 1227 von Wartislaw, dem Enkel des Klosterstifters an Kolbatz verkauft. In den alten Urkunden wird Hofdamm noch Dambine genannt. Zu jener Zeit gab es in der Umgebung noch zahlreiche slawische Siedlungen, die jedoch bald untergingen. Nur ihre Namen sind erhalten. Das Kloster legte hier eine Grangie (Wirtschaftshof) an. 1326 geht die Grangie in der Fehde des Klosters mit dem Adel in Flammen auf. 1535 wird das Kloster Kolbatz aufgelöst und nun zum herzoglichen Besitz erklärt. In schwedischer Zeit wurde Hofdamm zum Besitz des "Obristlieutenant" Roland gegeben. Als nach dem Nordischen Krieg das Gebiet an Brandenburg kam, wurde die Generalpacht eingeführt und das Gut Hofdamm stets gemeinsam mit Kolbatz einem Generalpächter gegeben. Preußen musste nach der Besetzung durch Napoleon hohe Kriegskosten zahlen und verkaufte daher 1811 Hofdamm (zusammen mit Kolbatz und Heidchen) an den damaligen Generalspächter Gaede. Bedingt durch die kriegerischen Verhältnisse konnte Gaede den Besitz jedoch nicht halten und verkaufte 1816 an den Geheimen Kommerzienrat Friedrich Wilhelm Krause. 1842 kaufte der Staat die Güter zurück. Die Krauses verblieben als Pächter der Domäne Hofdamm. Den Krauses folgten in der Gerbfolge Wilhelm Dudy und Wilhelm Schlüter bis 1945. Geiblershof wurde 1779 nach der Wiederherstellung des alten Wasserstandes des Madüsees angelegt mit 532 Morgen und 10 Siedlern. Diese Siedlung wurde nach dem Landvermesser Geiler benannt. 1840 kamen nach Auflösung eines hier bestehenden Gutes 892 Morgen hinzu. Somit entstand die bäuerliche Siedlung in Geiblershof mit Schule und Hofdamm blieb ein Gut.

Statistische Daten:

Höhenlage:

 

um 25 m über NN.

Zahl der Haushaltungen:

 

57

Einwohner:

 

270

- davon männlich

 

132

- davon unter 6 Jahren

 

32

- davon 6 - 14 Jahre

 

53

- davon 14 - 65 Jahre

 

172

- davon über 65 Jahre

 

13

nach der Tätigkeit zugehörig zu

   

- Land- und Forstwirtschaft

 

236

- Industrie und Handwerk

 

4

- Handel und Verkehr

 

3

nach der Stellung im Beruf

   

- Selbständige

 

36

- mithelfende Familienangehörige

 

35

- Beamte und Angestellte

 

8

- Arbeiter

 

173

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen

   

- 0,5 ha - 5,0 ha

 

9

- 5,0 ha - 10,0 ha

 

1

- 10,0 ha - 20,0 ha

 

7

- 20,0 ha - 100,0 ha

 

5

- über 100,0 ha

 

1

Gemeindefläche in Hektar

 

1.286

Gemeinde-Hektarsatz in DM

 

730

Kirche:

Hofdamm hat keine Kirche.

Gewerbe:

Kein Gewerbe vorhanden

Bauten:

keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→ A2 Berghaus
→A5 Brüggemann
→Hans-Günter Homann "Hofdamm", private Aufzeichnungen, 1983

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