Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Kehrberg

 

Kehrberger Forst(mit Dorotheenwalde, Forsthaus Kehrberg, Kehrberger Mühle, Oberförsterei Kehrberg)

Amtsgericht Fiddichow, Finanzamt Greifenhagen, Post und Standesamt Kehrberg, Amtsbezirk Selchow, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Zwischen Kehrberger Forst und der Kolbitz-Liebitz-Seesenke mit guten Böden finden wir das Gemeindegebiet. Einst war es wohl ein großes Stauseebecken. Noch heute entwässert das Gemeindegebiet sowohl nach Norden über den Mühlengraben direkt zur Oder und nach Süden über die Rörike indirekt zu Oder. Die Bahnstraße Stettin - Küstrin führt in Nord-Südrichtung durch das Gebiet und die Straßenverbindung ist neben der über Lindow eine der wichtigsten Querverbindungen im Kreisgebiet. Durch seine Größe hat Kehrberg eine gute Entwicklung genommen.

Geschichte:

Über die frühe Geschichte von Kehrberg ist nichts bekannt. Etwa ab 1430 lässt sich das Geschlecht der Trampe als Besitzer von Kehrberg nachweisen. Ihnen gehörte jedoch nur die Hälfte des Dorfes. Die zweite Hälfte war im Besitz des Herzogs. 1686 erwarb die Kurfürstin Dorothea eine Hälfte von Kehrberg. Die andere Hälfte muss bereits seit 1650 den Brüdern Melchior und Cölestin von Greiffenpfeil gehört haben, die dann auch die zweite Hälfte erwarben. 1700 wurde Geheimrat Freiherr von Schmettau Lehnsherr. 1732 folgte Oberst Curt Friedrich von Schönebeck und 1737 erwarb der Markgraf Friedrich Wilhelm von Schwedt-Wildenbruch den Besitz. Er legte in der Feldmark das Vorwerk Dorotheenwalde an (benannt nach seiner Tochter, der Herzogin von Württemberg-Stuttgart). Mit dem Ende der Markgrafenzeit fiel auch dieser Besitz an die Krone zurück. Nun begann die Zeit der Domänen.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 50 m über NN.

Zahl der Haushaltungen:175

Einwohner: 629
- davon männlich 323
- davon unter 6 Jahren 66
- davon 6 - 14 Jahre 88
- davon 14 - 65 Jahre 414
- davon über 65 Jahre 61

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 326
- Industrie und Handwerk 164
- Handel und Verkehr 69

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 140
- mithelfende Familienangehörige 120
- Beamte und Angestellte 74
- Arbeiter 250

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 38
- 5,0 ha - 10,0 ha 2
- 10,0 ha - 20,0 ha 22
- 20,0 ha - 100,0 ha 19
- über 100,0 ha 2

Gemeindefläche in Hektar 2.150
Gemeinde-Hektarsatz in DM 980

Kirche:

Die Dorfkirche ist ein spätgotischer Findlingsbau etwa aus dem Jahre 1492. Aus dem Dach steigt ein Holzturm mit einer schmückenden Laterne empor. Der östliche Giebel der verputzten Kirche hat ein Maßwerk aus Rundbögen und senkrechten Pfosten mit unterschiedlicher Steinsetzug.

Gewerbe:

Die landwirtschaftliche Kreisgenossenschaft unterhielt ein Lager in Kehrberg am Bahnhof. Es bestand eine Molkerei Genossenschaft eGmbH und die Pommersche Schweine- und Viehzuchtgesellschaft mbH. Sie betrieb auf der ehemaligen Domäne eine Lehr- und Versuchswirtschaft. Ihr Leiter war der Tierzuchtinspektor Hansen. Dies endete 1928. Die Kehrberger Mühlenwerke GmbH hatte eine überörtliche Bedeutung. Sie betrieb auch ein Sägewerk. Die Oberförsterei und ein Forsthaus gehörten noch zur Gemeinde. Auch die Kehrberger Mühle gehörte noch zur Gemeinde. Dort war einst eine Wassermühle, dann Forsthaus und zuletzt ein Ausflugslokal. Die Wassermühle diente zu dieser Zeit nur noch Museumszwecken. Im Dorf waren alle üblichen Handwerksberufe angesiedelt.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A2 Berghaus
→A5 Brüggemann
→Hans Neumann, Hrgs. "Chronik von Kehrberg", Einzelexemplar für die Heimatstube

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