Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Kortenhagen


KortenhagenAmtsgericht und Finanzamt Greifenhagen, Post, Standesamt und Amtsbezirk Sinzlow, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Der Schein trügt etwas: das Gelände kommt dem Betrachter fast eben vor, trotzdem zwischen dem Grünland im Norden und den Ackerflächen südlich vom Dorf sind Höhenunterschiede von 26 m zu verzeichnen. Der Grünlandgürtel, also Niederungsgebiet, zieht sich an der Süd-, West- und Nordgrenze des Dorfes hin. Lediglich an der Ostgrenze, gleichzeitig die Kreisgrenze zu Pyritz, setzen sich die Ackerflächen auf Höhen um 40m fort. Diese Gegend ist arm an Wald.

Geschichte:

Kortenhagen wird in älteren Erwähnungen meistens einfach Hagen genannt. Erst 1364 erscheint Kortenhagen, aber schon 1408 schreibt man wieder Hagen. 1282 erscheint "Brusenhagen" im Besitz des Kolbatz. Es war das Geschlecht der Wobbermin die 1364 auf ihr Lehen in Kortenhagen verzichteten. Die Wagendienste, die Kortenhagen (und Sinzlow) de Herzog zu leisten hatten, hatte dieser den Trampes auf Lebenszeit verliehen. Es kam 1408 zum Streit mit dem Kloster, das seine Rechte berührt sah. Herzog Swanitbor III. schlichtete. Kolbatz erhielt die Wagendienste, die Korn- und Pfinnigbede und hatte den Trampes 2100 Finkenaugen als Entschädigung zu zahlen. Die Kirche in Kortenhagen hatte umfangreichen Grundbesitz. Wohl aus Dankbarkeit hat der Sinzlower Bürger Heinrich Gotthilf Friedrich Graßmann (sein Vater war auch in Kortenhagen Pfarrer) einen Schulfond gegründet. Davon profitierte auch die Schule in Kortenhagen. Der Besitzer des Freischulzengutes, C. Blaurock, siedelte im 19. Jahrhundert in die Feldmark aus. Dieser Hof entstand am Weg nach Babbin.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 25 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 80

Einwohner: 385
- davon männlich 222
- davon unter 6 Jahren 39
- davon 6 - 14 Jahre 51
- davon 14 - 65 Jahre 263
- davon über 65 Jahre 32

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 260
- Industrie und Handwerk 19
- Handel und Verkehr 8

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 68
- mithelfende Familienangehörige 101
- Beamte und Angestellte 5
- Arbeiter 122

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 10
- 5,0 ha - 10,0 ha 11
- 10,0 ha - 20,0 ha 12
- 20,0 ha - 100,0 ha 9
- über 100,0 ha 0

Gemeindefläche in Hektar 688
Gemeinde-Hektarsatz in DM 980

Kirche:


Zwar wurde die Dorfkirche 1491 erstmals erwähnt, die Granitquaderkirche stammt aber bereits aus der Zeit des letzten Viertels des 13. Jahrhunderts. Der Fachwerk-Holzturm mit geboschten Wandungen und der barocken Spitze ist im 18. Jahrhundert erbaut worden. Die Apsis stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Kriegszerstörungen waren so erheblich, dass ein Kirchenneubau in historischen Formen erfolgte.

Gewerbe:

Bauerndorf

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A2 Berghaus
→A5 Brüggemann
→B3 Dehio

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