Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Lindow

 

Lindow(mit Bahnhof Wilhelmsfelde-Fiddichow, Gut Wilhelmsfelde, Vorwerk Stephanshöhe)

Amtsgericht Fiddichow, Finanzamt Greifenhagen, Post Wilhelmsfelde, Standesamt und Amtsbezirk Heinrichsdorf, Schule und ev. Kirche

Lage:

Mitten in der seenreichen und hügeligen Landschaft des Kreises an der Straßenquerverbindung Fiddichow-Liebenow-Bahn befindet sich das Rittergutsdorf Lindow. Haus- und Hintersee mit zusammen 31 ha begrenzen das Dorf im Osten. Südlich davon liegt der Häkersee mit 29 ha. Die Fischereirechte auf diesen Seen besaß der Gutsbesitzer. Nördlich vom Dorf liegt der Große Buhssee mit 12 ha und der kleine Buhssee mit 2 ha Größe. Der 54 ha große Liebitzsee begrenzt das Gemeindegebiet im Westen zu Fiddichow. Das hier relativ ebene Gelände wurde im 19. Jahrhundert für den Bau der Eisenbahnlinie Stettin-Küstrin genutzt. Durch diese Senke fließt auch der Mühlengraben, der die zahlreichen Feuchtgebiete und Seen zur Oder entwässert.

Geschichte:


Über die frühe Entwicklung von Linde ist uns nichts überliefert. Die Aussagen von Micraelius sollen auf einem Irrtum beruhen. Bleiben wir bei den Tatsachen. Mit Franz von Trampe 1350 - 1425 und Peter von Trampe 1400 - 1420 kennen wir die ersten Bewohner dieser Familie von Lindow. Mit dem pommerschen Hofmarschall und Hauptmann zu Jasenitz Joachim von Trampe endete diese Epoche. Seine Tochter heiratete 1638 den schwedischen Obersten und Kommandanten von Stettin Christoph Freiherr von Steinäcker. Diese Familie blieb bis 1945 im Kreisgebiet ansässig und bekleidete zahlreiche wichtige Ämter. 1828 wurde dann Lindow an den Gutsbesitzer Carl Beneke verkauft. Sein Sohn Herman Beneke ließ 1854 / 1855 das Vorwerk Stephanshöhe erbauen. 1862 wurde der Besitz an den damaligen Pächter des Gutes Groß Schönfeld, Oberamtmann Gropius, verkauft. Bereits zwei Jahre später kaufte die Stettiner Firma C. Grundmann & Sohn das Gut. Wenige Jahre später kaufte der Amtsrat Georg Arnold Koppe, Gutsbesitzer und Domänenpächter, Lindow. Es bleibt bis 1945 im Besitz der Familie.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 46 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 160

Einwohner: 611
- davon männlich 311
- davon unter 6 Jahren 63
- davon 6 - 14 Jahre 89
- davon 14 - 65 Jahre 418
- davon über 65 Jahre 41

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 477
- Industrie und Handwerk 22
- Handel und Verkehr 39

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 41
- mithelfende Familienangehörige 49
- Beamte und Angestellte 42
- Arbeiter 441

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 7
- 5,0 ha - 10,0 ha 2
- 10,0 ha - 20,0 ha 10
- 20,0 ha - 100,0 ha 8
- über 100,0 ha 2

Gemeindefläche in Hektar 2.153
Gemeinde-Hektarsatz in DM 1.080

Kirche:


Die Ursprünge der Granitquaderbaukirche gehen auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Durch die hoch angesetzten kleinen Fenster und dem nicht abgesetzten Kirchturm wirkt der Bau sehr gestreckt. Die alten einfach abgeschrägten Sockelsteine sind weitgehend erhalten. Früher war eine Sakristei angebaut. Der Feldsteinturm wurde im 15. Jahrhundert aus dem Kirchenschiff heraus erbaut. er ist mit einem Umgang und gemauerter Pyramide versehen. Beide wurden im 19. Jahrhundert völlig erneuert. Die Fenster sind ungewöhnlich schmal und ihre Leibungen, auch die der Portale, noch im alten Zustand. 1839 brannte die Kirche aus. Im 2. Weltkrieg wurde sie stark zerstört und 1974 bis 1976 im alten Stil wieder aufgebaut.

Gewerbe:

Lindow ist ein Bauerndorf. Darin waren Handwerker und Geschäfte für die wichtigsten Bedarfsgüter. Die landw. Kreisgenossenschaft unterhielt eine Filiale.
Bauten:
Keine Bauten.

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus
→A.5 Brüggemann
- Otto Rackmann "Aus der Geschichte der Ortschaft Lindow", Aufsatz

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