Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Roderbeck

 

Roderbeck 2(mit Forsthaus Roderbeck)

Amtsgericht Fiddichow, Finanzamt Greifenhagen, Post Uchtdorf, Amtsbezirk und Standesamt Roderbeck, Schule und ev. Kirche

Lage:

Im Norden begrenzt der Kehrberger und im Süden der Roderbecker Forst das Gemeindegebiet. Trotz Lage und Gutsdorf hat sich Roderbeck schon früh gut entwickelt. Der kleine Bach, welcher die östlichen Niederungsgebiete der Gemeinde entwässert, führt erstaunlich viel Wasser und wird schon in den ersten Urkunden von Roderbeck (PUB I) als Rodembeke bezeichnet und mit Rothenbach gedeutet. Dafür reicht die Wassermenge nicht mehr aus und man sucht jetzt vergeblich beim Forsthaus Roderbeck nach dem Bach - dort gibt es ihn nicht mehr! Die Höhenlage im Gemeindegebiet bewegt sich zwischen 30 und 50 Meter. Der abflusslose Rinitzsee im Südosten hat eine Größe von 3,88 Hektar.

Geschichte:

Vom Besitzer des Landes Fiddichow, Burchard von Welewanz, kaufte das Stettiner Jungfrauenkloster im Jahre 1246 64 Hufen Land zur Gründung des Ortes. Dafür erhielt der Ritter "40 Mark Silber". Auch der Bischof Hermann von Cammin verzichtete zu Gunsten des Klosters auf den Zehnten. Damit versiegen die schriftlichen Quellen über die Geschichte des Ortes. Weiter helfen uns die Besitzstandskarten der Historischen Kommission von Pommern. Hier erfahren wir, dass Roderbeck 1530 im Besitz der Herren von Steinbeck war. Diese besaßen auch 1/3 von Nipperwiese und Uchtdorf. Nicht in das Bild passt die Erwähnung von Peter Steinwehr, der 1626 zu Roderbeck 1 Pferd für Kriegsdienste zu stellen hatte, denn 1628 werden wieder die Herren von Steinbeck als Besitzer von Roderbeck und Uchtdorf genannt. Nach Siebmachers Wappenbuch waren es Joachim und Jacob von Steinbeck. Am 04.11.1684 kaufte Kurfürstin Dorothea Roderbeck und legte das Dorf zur Herrschaft Schwedt-Wildenbruch. Aus der Hufenklassifikation von 1719 geht hervor, dass damals neben dem Vorwerk nur die Bauern Martin Brehmer und Christian Redlin und die Kossäten Christian Saare und Michel Eggebret Höfe im Dorf hatten. 1782 hatte der Hofjägermeister von Bornstädt das Vorwerk gepachtet und zusätzlich gab es nun bereits acht Bauern und sechs Freileute. Mit dem Ende der Markgrafenzeit wechseln die Pächter des Gutes schnell: 1811 wird Amtmann Behrendt genannt, 1857 folgt Krohn und 1868 Prätorius. 1922 ist Steinbach Pächter des Hofkammergutes. es wird bereits kein Vieh mehr gehalten, die Äcker sind unterverpachtet und der Schwerpunkt liegt bei der Forstwirtschaft und so lautet die offizielle Bezeichnung von Roderbeck auch Forstgut. es ist ein Kronfideikommiss der Hohenzollern und bleibt es bis 1945.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 30 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 86

Einwohner: 376
- davon männlich 177
- davon unter 6 Jahren 27
- davon 6 - 14 Jahre 38
- davon 14 - 65 Jahre 248
- davon über 65 Jahre 63

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 216
- Industrie und Handwerk 39
- Handel und Verkehr 2

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 77
- mithelfende Familienangehörige 105
- Beamte und Angestellte 10
- Arbeiter 81

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 18
- 5,0 ha - 10,0 ha 21
- 10,0 ha - 20,0 ha 10
- 20,0 ha - 100,0 ha 6
- über 100,0 ha 0

Gemeindefläche in Hektar 1.411
Gemeinde-Hektarsatz in DM 1.080

Kirche:


Die Fachwerkkirche mit ihrem aus dem Dach emporsteigenden Holzturm stammt aus dem 18. Jahrhundert. darin war ein Kanzelaltar mit reichem Volutenschmuck.

Gewerbe:

Kein Gewerbe vorhanden

Bauten:

Von den wenigen in und um Roderbeck vorhandenen Löwinghäusern ist uns bis in die heutige Zeit nur eine Federzeichnung von Rudolf Krampe überliefert.

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus
→A.5 Brüggemann
-Franz Bettec "Unter der Eiche von Roderbeck", Fortsetzungsbericht in "Die Pommersche Zeitung", 1972

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