Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Rosenfelde

 

rosenfeldeAmtsgericht und Finanzamt Greifenhagen, Post Liebenow, Amtsbezirk und Standesamt Rosenfelde, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Das ehemalige Rittergutsdorf liegt sehr zentral in einer Senke, die sich vom Steckliner See bis zur Thue erstreckt. Die einst wichtiste Straße des Kreises von Greifenhagen nach Bahn hat sehr an Bedeutung verloren. Die Böden sind von geringer Qualität. Die östliche Gemeindegrenze bildet die Thue. Zwischen ihr und dem Dorf erstreckt sich ein größeres Waldgebiet. Fast 360 ha davon gehörten dem Gut. Die Feuchtgebiete waren im Norden von Lindbecks Graben und im Süden von einem namenlosen Bach entwässert. Im äußeren Gemeindegebiet finden wir im Süden den Pracherberg, im Norden die Grützberge, um 40 Meter hoch und im Osten die Fuchsberge mit 46 Metern Höhe.

Geschichte:

Nach Berghaus soll das Geschlecht Steinwehr als Stenwer bereits in einer Urkunde im Jahre 1235 genannt worden sein, doch ein Zusammenhang mit Besitz im Kreis Greifenhagen ist nicht zu finden. 1521 und 1523 nennen die Rossdienstverzeichnisse zuerst den Namen Steinwehr und 1553 und 1568 taucht er in den ersten Lehnsbriefen von Rosenfelde auf und in zahlreichen Grenzstreitigkeiten mit den Bauern aus Borin. Damals gab es in Rosenfelde nur das Gut der Steinwehre. Kaiser Leopold I. adelte den Amts-Kammerrat Christian Mathesius und hob ihn unter dem Namen von Ankersheim 1699 in den Reichsritterstand. 1700 belehnte Kurfürst Friedrich III. Friedrich Adolf von Ankersheim mit dem zuvor erworbenen Gut Rosenfelde. 1736 wird dann der Sohn Besitzer. 1756 erfolgte die Allodifizierung des Gutes und 1779 kaufte der damalige Landrat von Greifenhagen Franz Christian Gottlob Freiherr von Steinaecker (in Lindow und Nipperwiese begütert) Rosenfelde. Dieser legte seinen Anteil in Nipperwiese zum Gut Rosenfelde. Rosenfelde blieb bis 1945 im Besitz der Familie. Die Wassermühle Hohenbrück (gehörte zur Gemeinde Gebersdorf) und Ländereien in Liebenow gehörten den von Steinaeckers, die sich später wohl Steinäcker schrieben.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 44 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 51

Einwohner: 195
- davon männlich 85
- davon unter 6 Jahren 22
- davon 6 - 14 Jahre 31
- davon 14 - 65 Jahre 118
- davon über 65 Jahre 24

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 159
- Industrie und Handwerk 5
- Handel und Verkehr 1

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 15
- mithelfende Familienangehörige 17
- Beamte und Angestellte 13
- Arbeiter 127

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 2
- 5,0 ha - 10,0 ha 0
- 10,0 ha - 20,0 ha 6
- 20,0 ha - 100,0 ha 0
- über 100,0 ha 1

Gemeindefläche in Hektar 891
Gemeinde-Hektarsatz in DM 780

Kirche:

Die spätgotische Findlingskirche ist vermutlich im 15. Jahrhundert erbaut worden. Der Vorkriegsputz wurde bei der Renovierung 1979 entfernt und so hat die Kirche heute wieder mehr Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Bauzustand. Die Türmchen auf den Dachschrägen der beiden Giebel wurden vermutlich bei der Kirchenneugestaltung im 17. Jahrhundert aufgesetzt. Ursprünglich sind die spitzbogigen Blenden im Ostgiebel. Alle Fensterlaibungen wurden damals durch Ziegelsteine ersetzt. Der aus dem Dach steigende Turm mit der unterbrochenen Laterne ist nicht erhalten.

Gewerbe:

Es gab keine Handwerker im Dorf. Lediglich auf dem Gut waren einige beschäftigt. Selbst der örtliche Gastwirt zählte ursprünglich, bis zu der Auflösung, zum Gutsbezirk.

Bauten:

Auf dem Kirchhof direkt hinter der Kirche ist die alte Familiengruft der von Steinäcker erhalten. Die Gruft wurde zuletzt als Leichenhalle benutzt. Der gemauerte und verputzte große Grabstein und eine einzelne Grabsteinplatte sind erhalten.

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus
→A.5 Brüggemann

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