Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Thänsdorf

 

Thänsdorf(mit Forsthaus Pinnsee, Vorwerk Stresow)

Amtsgericht Bahn, Finanzamt Greifenhagen, Post Thänsdorf, Amtsbezirk und Standesamt Wildenbruch, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Südlich von den Kehrberger und Wildenbrucher Forsten öffnet sich das Gelände zu einer hügeligen Landschaft. Darin finden wir die Dörfer Thänsdorf, Jädersdorf, Stresow und Steinwehr. Stellen wir das "T" des Namens auf den Kopf, haben wir bereits den exakten Straßenplan. Südlich vom Querbalken steht das Gut und zu beiden Seiten der Dorfstraße die Bauernhäauser. Die Feldmark hat gute, deutlich über dem Kreisdurchschnitt liegende Böden. Einige Seen gestalten die hügelige Landschaft zwischen 70 und 80 Metern. Der Kleine Pinnsee im Norden hat 6,52 Hektar und der Hohle See 8,36 Hektar. Beide sind abflusslos. Der Buchsee misst 2,10 Hektar und entwässert nach Wildenbruch zur Thue. Am Krummen See steht das Vorwerk Stresow. Er hat eine Oberfläche von 18,84 Hektar. Wie der Name schon verrät, gehörte dieser Teil der Gemeinde früher zu Stresow.

Geschichte:


Auch Thänsdorf gehörte 1234 zur Stiftung des Landes Bahn dazu. In der Lehnsurkunde des Pommernherzogs Bogislaw X. 1487 wird Tonßdorff dann auch mit dem Namen genannt. Ausdrücklich wird dabei auch schon eine Mühle erwähnt. Es kann sich nur um eine Wassermühle gehandelt haben. Doch wo stand diese? Wir finden in Thänsdorf keinen ritterlichen Herrn. 1571 umfasst das Dorf 21 Hufen. Zu dieser Zeit wird auch der Besitz des Herrn "Comptur" erwähnt. Der Schulze Chim Masekow besitzt 1615 in Thänsdorf 8 Hakenhufen. In der Lanschloßliste von 1622 wird erstmals ein Vorwerk erwähnt. Es hat eine Größe von 38,5 Hakenhufen. Zu dieser Zeit besitzt der Schulze nur noch 4 Hufen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg werden die wüsten Flächen von dem Vorwerk bewirtschaftet. In der Markgrafenzeit nimmt die Anzahl der Bauernhöfe in Thänsdorf erheblich zu. Zu dieser Zeit gehört es zur Generalpacht von Wildenbruch dem Amtsrat Horn. 1831 bis 1855 war Amtsrat Uebel Pächter in Thänsdorf. Ihm folgt bis 1880 sein Schwiegersohn Amtsrat August Kühne. Nach seinem Ableben bleibt seine Witwe noch bis 1896 Pächterin. 1896 bis 1910 folgte Willy Schröder. Am 01.07.1910 pachtete der Amtsvorsteher von Wildenbruch, Hauptmann d. R. Julius d´Heureuse, das Gut. Bereits 1868 kam das Vorwerk Stresow zum Gut Thänsdorf und damit ging dieses Gebiet auch für das Dorf Stresow verloren.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 80 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 101

Einwohner: 388
- davon männlich 188
- davon unter 6 Jahren 46
- davon 6 - 14 Jahre 47
- davon 14 - 65 Jahre 261
- davon über 65 Jahre 34

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 283
- Industrie und Handwerk 50
- Handel und Verkehr 12

nach der Stellung im Beruf 
- Selbständige 35
- mithelfende Familienangehörige 35
- Beamte und Angestellte 13
- Arbeiter 277

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 5
- 5,0 ha - 10,0 ha 1
- 10,0 ha - 20,0 ha 1
- 20,0 ha - 100,0 ha 13
- über 100,0 ha 1

Gemeindefläche in Hektar 2.352
Gemeinde-Hektarsatz in DM 930

Kirche:

Die Granitquaderkirche dürfte um 1260 - 1270 im spätromanischen Stil erbaut worden sein. Das Kirchenschiff hat einen rechteckigen Chor. Umbauten haben im 19. Jahrhundert besonders die Westseite verändert. Der alte, aus dem Dach steigende Turm, ist nicht erhalten. Die Kirche hat heute nur noch ein kleines Türmchen. Der Verputz des Westgiebels ist erhalten. Die Kirchenglocke hängt heute im Freien in einem kleinen Glockenturm.

Gewerbe:

Dörfliche Handwerker waren vertreten.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus 
→A.3 Breitsprecher 
→A.5 Brüggemann 

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