Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Wierow

 

hkgh wierow kirche(mit Wierower Mühle)

Amtsgericht, Post und Finanzamt Greifenhagen, Amtsbezirk und Standesamt Garden, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Wir finden die kleine Gemeinde zwischen Greifenhagen und dem Großen Woltiner See. Die Gemeinde wird im Süden von der Thue begrenzt und im Westen von einem Waldgebiet, deren südliche Teile einst zum Besitz der Wierower Mühle gehörten. Zwischen dem Dorf und dem Großen Woltiner See befindet sich auf 27 Meter über NN der abflusslose 14 Hektar große Wierower See und westlich davon mit 55,3 Meter die höchste Erhebung in der Feldmark. Die Böden der Waldgebiete sind von geringerem Wert und bestehen überwiegend aus Nadelholz.

Geschichte:

1212 soll Wierow bereits in einer Urkunde erwähnt sein, die jedoch Woltin betrifft. Dagegen wird in einer Urkunde vom 25. April 1282 der Markgrafen von Brandenburg Wierow als Besitz des Klosters Kolbatz benannt. 1310 schenkte der Schultheiß Jakob der Kirche in Wierow eine Hufe Land. Zwar ist über den Bau der Wassermühle an der Thue nichts bekannt, man darf aber annehmen, dass dies sehr bald nach der Besitznahme durch das Kloster geschah, denn Mühlen waren damals der wichtigste Gewerbebetrieb in einer Siedlung. Der älteste erhaltene Lehnsbrief über die Mühle stammt aus dem Jahre 1548 und wurde an Kaspar Luggefielen ausgegeben. Diese Familie soll die Mühle bereits 1480 besessen haben und betrieb sie bis 1800. Danach kam sie in Besitz und später Eigentum der Familie Beyersdorff bis 1945. 1648 war Wierow 23 Hufen groß. Im Ort lebten 5 Kossäten, 1 Wassermüller, 3 Hirten, 2 Instleute und 1 Handwerker. Selbst 1700 sind die Folgen des Dreißigjährigen Krieges noch nicht überwunden. Im Dorf werden nur der Freischulzenhof und zwei Höfe bewirtschaftet. 3 Höfe und 5 Kossätenstellen werden als wüst bezeichnet. In alten Zeiten besaß die Wierower Mühle nur 40 Morgen. Die Besitzer haben durch Zukauf bis 1939 das Gut auf 491 Hektar Fläche Besitz gebracht. Dagegen wird der Freischulzenhof mit ursprünglich 400 Morgen angegeben, doch er verschwand im Laufe der Zeit ganz von der Bildfläche.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 20 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 37

Einwohner: 140
- davon männlich 74 
- davon unter 6 Jahren 13
- davon 6 - 14 Jahre 25
- davon 14 - 65 Jahre 92
- davon über 65 Jahre 10

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 99
- Industrie und Handwerk 21
- Handel und Verkehr 7

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 20
- mithelfende Familienangehörige 25
- Beamte und Angestellte 6
- Arbeiter 80

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 4
- 5,0 ha - 10,0 ha 4
- 10,0 ha - 20,0 ha 4
- 20,0 ha - 100,0 ha 3
- über 100,0 ha 1

Gemeindefläche in Hektar 646
Gemeinde-Hektarsatz in DM 830

Kirche:

Über die ursprüngliche Kirche in Wierow ist nichts bekannt. Der heutige Kirchenbau ist vor 1865 aus Backsteinen erbaut worden. Die Kirche hat keinen Turm. 1339 stiftete ein Nicolaus Wirow der Kirche einen Altar. Dieser muss in Schwendt, im Kreise Saatzig Besitz gehabt haben, denn er stattete die Stiftung mit 4 Freihufen aus diesem Dorf aus. Noch im 19. Jahrhundert profitierte das Dorf Wierow von dieser Stiftung.

Gewerbe:

In Wierow gab es einige Handwerker.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus 
→A.5 Brüggemann 
- Bruno und Ulrich Beyersdorff "Beyersdoff-Familienchronik. 1996

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