Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Woltersdorf

 

Woltersdorf.001(mit Gut Karlshof, Mühle Zehm)

Amtsgericht und Finanzamt Greifenhagen, Post Woltersdorf, Amtsbezirk und Standesamt Garden, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Woltersdorf ist zwar in der Form ein Angerdorf, jedoch so großzügig um eine Dorfwiese (trockengelegter Dorfteich?) angelegt, dass sogar zwei Verbindungen zwischen den Durchgangsstraßen notwendig wurden. Das Dorf grenzt an den Kreis Pyritz. Die Gemeindegrenze bildet hier ein kleiner Graben, denn der gesamte Grenzbereich ist ein Niederungsgebiet. Doch das Gelände steigt bald um 15 Meter auf 50 Meter an und mit 56 Meter ist der höchste Punkt westlich vom Gut Karlsdorf erreicht. Zahlreiche Seen gestalten das Gelände. Es sind im Norden der Rölkesee mit 8,41 Hektar, der über den Mühlengragen zur Oder entwässert. Südlich vom Dorf befindet sich der 10 Hektar große Freischulzensee. Der große Aalsee reicht nur noch mit seiner Nordspitze in das Gemeindegebiet. In Woltersdorf trafen sich die Kleinbahnen von Greifenhagen, Pyritz und Neumark.

Geschichte:

Woltersdorf trägt den wendischen Namen Zibberose und den deutschen Woltersdorf. Brüggemann erwähnt eine Urkunde des Jahres 1226, doch die ist eine Fälschung und so bleibt wohl das Pommersche Urkundenbuch I411 gültig. Der Wendenfürst Swantibor hatte das Dorf Zibberose mit 64 Hufen dem Buchard von Megow übergeben. Dieser verkaufte es 1243 zu einem "angemessenen Preis" dem Kloster Kolbatz. Wahrscheinlich hieß der Besiedler des Dorfes Wolter und daher der Name Woltersdorf. 1348 wird Woltersdorf mit 70 Hufen angegeben. Brüggemann erwähnt ein ritterfreies Vorwerk und einen Freischulzenhof. Nach dem Kolbatzer Urbarium wurde das Vorwerk und die wüsten Höfe nach dem Dreißigjährigen Krieg vergrößert. Doch schon 1771 wird dieses Vorwerk aufgelöst. Es entstehen 6 Vollbauernhöfe und die restlichen Flächen werden zur Aufstockung weiterer Höfe verwendet. 1839 wurde dann von dem Freischulzenhof der Carlshof abgezweigt und die Statistik von 1842 bestätigt dies. Der Karlshof war im Besitz von Martin Kundler und der Freischulzenhof gehörte Franz Spielberg.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 40 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 94

Einwohner: 408
- davon männlich 217
- davon unter 6 Jahren 57
- davon 6 - 14 Jahre 47
- davon 14 - 65 Jahre 261
- davon über 65 Jahre 43

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 300
- Industrie und Handwerk 46
- Handel und Verkehr 6

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 84
- mithelfende Familienangehörige 72
- Beamte und Angestellte 9
- Arbeiter 202

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 8
- 5,0 ha - 10,0 ha 0
- 10,0 ha - 20,0 ha 13
- 20,0 ha - 100,0 ha 18
- über 100,0 ha 2

Gemeindefläche in Hektar 1.409
Gemeinde-Hektarsatz in DM 930

Kirche:

Die frühgotische Granitquaderkirche stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Auf der Nordseite ist ein altes Portal erhalten. Der Ostgiebel hat fünf Spitzbogenblenden. Bei den Umbauten im 19. Jahrhundert wurde die Sakristei entfernt und der quer gestellte Kirchturm errichtet. Er hatte jedoch vor dem Krieg eine hohe Spitze, die in den Nachkriegsrenovierungen durch das Satteldach ersetzt wurde.

Gewerbe:

Läden und Handwerker zur Grundversorgung.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")


→A.2 Berghaus 
→A.5 Brüggemann 
- Harry Lüdke "Woltersdorf", Infomappe in der Heimatstube

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