Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Kronheide

 

Kronheide 3Amtsgericht, Post und Finanzamt Greifenhagen, Standesamt Kronheide, Amtsbezirk Buddenbrock-Kronheide, Schule mit Gottesdienstdienst im Gemeindesaal.

Lage:

Wie eine große Acht ist die Gemarkung von Kronheide auf der Karte zu erkennen. Im Schnittpunkt der beiden Kreise ist der Ortskern, im Südwesten der Ortsteil Bremerheide und im Nordosten die Einzelhoflage. Mit Bremerheide endet das hier weit nach Osten reichende Niederungsgebiet des Odertales südlich von Greifenhagen. Im Osten steigt das Gelände von 20 auf über 50 m an. Nach der Höhenlage wurde auch zwischen Unter- und Oberkronheide unterschieden. Den Namen hat der Ort von seiner Lage erhalten. Es war die Königliche (Krone) Heide.

Geschichte:

Das Gemeindegebiet war ursprünglich ein Forst und gehörte zum Klausdammschen Forstrevier. Doch der Forst konnte nicht rentabel bewirtschaftet werden und 1821 verkaufte der Staat die Kronheide an den Stettiner Kaufmann von Essen. Dieser legte das Gut Kronheide am südlichen Ufer der Thue und die Siedlung an. Beyersdorff, Besitzer von Gut und Mühle Wierow besaß in der Kronheide das Hütungsrecht. Mit der Markenteilung erhielt er hier 26 Morgen zugesprochen. Darauf erbaute er 1824 einen Hof. Er wurde an den Greifenhagener Klempnermeister Schönherr verkauft. Dieser erhielt die Erlaubnis den damals noch allein liegenden Hof Kronstein zu nennen. Von Essen folgte Grundmann als Besitzer des Gutes Kronheide. Die Kolonie hatte bereits 1840 56 Wohngebäude und 468 Bewohner mit stark steigender Tendenz, denn 1865 hatte Kronheide bereits 761 Einwohner. Den Grund dafür hat wohl das Gut abgegeben, denn dieses war zuletzt noch 60 ha groß.

Statistische Daten:

Höhenlage: zwischen 5 m - 35 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 171

Einwohner: 640
- davon männlich 317
- davon unter 6 Jahren 103
- davon 6 - 14 Jahre 104
- davon 14 - 65 Jahre 384
- davon über 65 Jahre 49

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 247
- Industrie und Handwerk 220
- Handel und Verkehr 84

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 94
- mithelfende Familienangehörige 117
- Beamte und Angestellte 41
- Arbeiter 330

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 40
- 5,0 ha - 10,0 ha 24
- 10,0 ha - 20,0 ha 15
- 20,0 ha - 100,0 ha 4
- über 100,0 ha 0

Gemeindefläche in Hektar 702
Gemeinde-Hektarsatz in DM 530

Kirche:


1852 wurde ein Schul- und Bethaus erbaut. Darin war eine Schulstube für 90 Kinder, die Wohnung des Lehrers (der zugleich Küster war), im oberen Stockwerk befand sich der Gemeindesaal mit Sakristei und Altarnische für 220 Personen.

Gewerbe:

Kleinbauerndorf mit Handwerkern.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")


→A2 Berghaus
→A5 Brüggemann
- Zeitschrift für Bauwesen "Entwurf zu einem Schul- und Bethaus", Uhlig, Stettin 1851

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