Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Pakulent

 

Pakulent(mit Bahnhof Pakulent, Pakulenter Mühle)

Amtsgericht Fiddichow, Finanzamt Greifenhagen, Post Pakulent, Amtsbezirk und Standesamt Heinrichsdorf, Schule und ev. Kirche

Lage:

Das Dorf liegt südlich der kleineren Endmoräne, die sich nördlich von Gartz über das Odertal fortsetzt und über Stecklin und Langenhagen nach Osten weiterführt. Diese Endmoräne bestimmt das Landschaftsprofil und die Bodenqualität in der Gemarkung. Im Nordwesten der Gemeinde befindet sich der heute ausgetrocknete Mühlengraben. Er wird in alten Berichten auch als "Verlorenes Wasser" bezeichnet, weil er keine Mündung hat, sondern einfach in den Wiesen südlich der Greifenhagener Stadtgrenze versickert. Heute vermögen wir uns nicht mehr vorzustellen, dass dieser "Graben" einst die Pakulenter Wassermühle angetrieben hat. die Ruine dieser Wassermühle ist erst in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aus dem Landschaftsbild "verschwunden". Die Bahnstrecke Stettin-Küstrin führt durch das Gemeindegebiet.

Geschichte:

Rose deutet den Namen Pakulent mit Lagerfeld, denn er glaubt auf den Pädenbergen habe eine Burg oder ein Lager gestanden. Als Beweis führt er die dort gefundenen Ascheurnen an. Pakulent wurde auch Pokelent geschrieben. Es gab auch das ritterliche Geschlecht der Pokelent. Pakulent wurde in alten Urkunden vermutlich 1308 erstmals erwähnt und taucht dann wieder in einer Fischereiurkunde der Stadt Greifenhagen 1400 auf. Um 1325 verkaufen die Brüder Gebhard und Wilhelm von Bertekow den Bürgern von Pakulent Teile ihres bei Greifenhagen gelegenen Waldes. Das Dorf Pakulent muss im Besitz von vier Familien gewesen sein, denn 1465 kaufte die Stadt Greifenhagen einen Anteil von Jürgen Pakulent. 1506 kaufte sie einen weiteren Anteil von Jürgen Asmus und Liborius von Steinwehr auf Rosenfelde in Pakulent. 1517 folgte dann der dritte Zukauf von Bartholomäus Schönebeck. 1722 kaufte sie dann das Lehen, welches sich im Besitz der Erben des Johann Niethe befand. Ein Jahr später erfolgte die lehnsherrliche Genehmigung für diesen Kauf. Über das Vorwerk in Pakulent ist aus früher Zeit fast nichts bekannt. Im 18. Jahrhundert wohnte hier jedoch der Generalpächter der Greifenhagener Kämmereigüter. 1775 wurde das Vorwerk aufgeteilt. Vier neue Siedler kamen hinzu und den Rest erhielten die acht vorhandenen Höfe. Unklar bleibt die Geschichte des 1840 erwähnten Rittergutes in Pakulent. Die Burgdienste wurde 1837 aufgehoben und 1854 erloschen die Rechte als Landtags- und kreistagsfähiges Rittergut. Das Freischulzengut (Hof) erwarb 1831 Gutsbesitzer Hermann Zierold, Klein Zarnow. Er ließ die abgebrannten Wohn- und Wirtschaftsgebäude nicht wieder aufbauen.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 40 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 90

Einwohner: 352
- davon männlich 173
- davon unter 6 Jahren 46
- davon 6 - 14 Jahre 44
- davon 14 - 65 Jahre 223
- davon über 65 Jahre 39

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 228
- Industrie und Handwerk 37
- Handel und Verkehr 38

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 76
- mithelfende Familienangehörige 64
- Beamte und Angestellte 32
- Arbeiter 145

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 13
- 5,0 ha - 10,0 ha 3
- 10,0 ha - 20,0 ha 9
- 20,0 ha - 100,0 ha 16
- über 100,0 ha 1

Gemeindefläche in Hektar 1.369 
Gemeinde-Hektarsatz in DM 930

Kirche:

Die Granitquaderkirche von Pakulent wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. Vor dem Krieg hatte sie ein aus dem Dach emporsteigenden Holzturm. 1980 wurde die Kirche wieder ohne Turm aufgebaut. Bei früheren Umbauten sind die Fenster verbreitert und stilwidrig rund gemauert worden. Die Eckschrägen zur Statikstabilisierung stören sehr. Erhalten vom alten Baustil ist nur das Granitmauerwerk. Mit dem neuen Ziegeldach wirkt die Kirche jedoch recht gefällig.

Gewerbe:

Die Geschäfte für den täglichen Bedarf waren vorhanden.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")

→A.2 Berghaus
→A.5 Brüggemann

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