Kloster Kolbatz mit Gut
Blick auf Greifenhagen a.d. Oder mit Oderbrücke
Bahn - Bild von Otto Kurginsky
Gedenkstein in der Patenstadt Bersenbrück

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Steinwehr

 

Steinwehr(mit Forsthaus Steinwehr, Gut Wersfelde)

Amtsgericht Bahn, Finanzamt Greifenhagen, Post Bad Schönfließ/ Neumark, Amtsbezirk und Standesamt Steinwehr, Schule und ev. Kirche.

Lage:

Die südliche Gemeindegrenze ist zugleich die Kreisgrenze, die hier teilweise von dem uralten Lothweg bestimmt wird. Im Westen nimmt der Kehrberger Forst große Teile des Gemeindegebietes ein. Die Röricke durchschneidet das Gemeindegebiet von Süden nach Norden, um dann im Nordwesten die dortige Gemeindegrenze zu bilden. Einst hat der Bach auf dieser Strecke drei Wassermühlen angetrieben. Doch davon ist heute fast nichts mehr zu finden. Der Krumme See gleicht fast einem auf dem Kopf stehenden "U". Er ist 28,36 Hektar groß und liegt auf 43,5 Metern über NN. Der Krumme See ist ein abflussloser See, hat aber eine Verbindung mit dem nördlich liegenden Gänsephul. 10 Meter tiefer liegt der Kleine Dreschsee. Relativ kleine Seen befinden sich im Südlichen Gemeindegebiet, dich an der Kreisgrenze

Geschichte:

1235 wird in einer Urkunde das Dorf Stenwer genannt. Zu dieser Zeit tauchen in Pommern auch die Steinwehre auf. Gut Steinwehr wird als das Stammhaus der Linie Dobberphul - Woitfick - Selchow angesehen. Die Steinwehre (auch Stenwer, Stenwehr) waren im Kreis Greifenhagen und im Nachbarkreis Pyritz reich begütert. Im Laufe der Geschichte besaßen sie die Güter in Dobberphul (Pyritz), Klücken, Woitfick, Schönfeld, Selchow, Kolbitz, Rosenfelde, Heinrichsdorf, Fiddichow, Kossin, Klein Latzkow, Mützenburg, Pakulent, Kloxin, Marsekow, Plönzig und Schönwerder. 1487 setzte der Johanniterorden als Lehnsmann von Schönebeck ein. 1622 werden Bauernhufen zugeschrieben. Das Dorf war jedoch geteilt und Jacob von Schönebeck besaß in der zweiten Hälfte 18 Ritterhufen und 10 Bauernhufen. 1648, mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, kamen die Schweden und sie belehnten von Sahlfeld mit Steinwehr. Nach den Schweden bekam das Geschlecht von Schmal(l)enberg hier wieder Besitz. Sie wurden schon 1608 und dann wieder 1706 genannt. Daneben werden auch die Familien von Damnitz und David von Gumbkow (auch Grumkow) mit Teilbesitz in Steinwehr genannt, die diesen am 16.11.1731 an Markgraf Friedrich Wilhelm verkauften. Unter dem "Tollen Markgrafen" Friedrich Wilhelm von Schwedt-Wildenbruch wuchs die Anzahl der Bauernhöfe kräftig an: so werden 1719 5 Bauern und 6 Kossäten, 1753 aber bereits 12 Bauern und 7 Kossäten genannt. Mit dem Ende der Markgrafschaft kam Steinwehr in den Besitz Preußen. Seit 1817 bis 1945 war die Familie Eick Pächter der Domäne. Das Gut Wersfelde entstand 1825 durch Ankauf von sechs Steinwehrer Höfen durch Wilhelm Ludwig Schneider und Eleonore Römer. Ihre Angangsbuchstaben ergeben WERS-felde und so wurde das Gut seit 1842 genannt. Schneider verkaufte an August Gräwe und 1929 folgte Ernst Otto Walkhof als Eigentümer des inzwischen 345 Hektar großen Betriebes.

Statistische Daten:

Höhenlage: um 50 m über NN.

Zahl der Haushaltungen: 78

Einwohner: 325
- davon männlich 160
- davon unter 6 Jahren 36
- davon 6 - 14 Jahre 64
- davon 14 - 65 Jahre 203
- davon über 65 Jahre 22

nach der Tätigkeit zugehörig zu
- Land- und Forstwirtschaft 273
- Industrie und Handwerk 7
- Handel und Verkehr 9

nach der Stellung im Beruf
- Selbständige 24
- mithelfende Familienangehörige 23
- Beamte und Angestellte 19
- Arbeiter 238

Anzahl der landw. Betriebe m. Betriebsflächen
- 0,5 ha - 5,0 ha 4
- 5,0 ha - 10,0 ha 2
- 10,0 ha - 20,0 ha 5
- 20,0 ha - 100,0 ha 4
- über 100,0 ha 2

Gemeindefläche in Hektar 1.432
Gemeinde-Hektarsatz in DM 830

Kirche:

Die Dorfkirche gehört zu den Feldsteinkirchen des späteren Mittelalters. Der aus dem Dach steigende verputzte Turm ist mit seiner alten Spitze erhalten. Die Fenster und der Eingangsvorbau aus Backsteinen stammen wahrscheinlich aus den Umbauten des 19. Jahrhunderts. Dabei wurden alle Fenster verbreitert und erhielten Rundbögen. Die verputzte Kirchhofsmauer ist erhalten.

Gewerbe:

Nördlich vom Dorf stand an der Röricke eine Wassermühle, wozu zeitweise auch eine Windmühle gehörte. Nur wenige Handwerker waren im Dorf ansässig.

Bauten:

Keine Bauten

Literatur: (die genauen Quellenangaben entnehmen Sie bitte dem Inhalt der Seite "Literatur")


→A.2 Berghaus 
→A.5 Brüggemann

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